2003 bis 2004

Konzentration und Neuorientierung – Wie die HypoVereinsbank es schafft, sich neu auszurichten.

Auf der einen Seite löst sie sich von zahlreichen Aktivitäten und Beteiligungen. Auf der anderen Seite verstärkt sie weiterhin ihr Geschäft mit Privat- und Firmenkunden in Mittel- und Osteuropa.

Wachstum in Europa

Der Konzern verkauft u. a. die norisbank, das Bankhaus BethmannMaffei, die Bank von Ernst und trennt sich von Beteiligungen wie Brau und Brunnen sowie E.ON. Sie kauft die serbische Eksimbanka, die Hebros Bank in Bulgarien und erweitert ihren Anteil an der russischen International Moscow Bank.

Seit 1. Januar 2003 ist Dieter Rampl Sprecher des Vorstands.

Die Bank steigt zu einem der führenden Spezialisten in Zentral- und Osteuropa auf und präsentiert sich als Bank „im Herzen Europas“ mit dem Ziel, „mit Europa zu wachsen“. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit, ein „Go East“ Paket für Kunden und länderspezifische Kenntnisse sind vor allem für Firmenkunden interessant.
Im Juli 2004 eröffnet die HypoVereinsbank ein EU-Verbindungsbüro in Brüssel. Sie führt damit eine Tradition der Bank Austria weiter, die seit 1994 in Brüssel vor Ort war.
Die Banklogos in den zentral- und osteuropäischen Ländern werden ausgetauscht.

Die Schrift und ein Bogen in Blau erinnern an die HypoVereinsbank. Die rote Welle der Bank Austria symbolisiert, dass die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) innerhalb des Konzerns für die Märkte in Zentral- und Osteuropa verantwortlich ist. Zusatz zum Logo ist immer „Member of HVB Group“, was auf die Zugehörigkeit im Bankenkonzern hinweist.

Um die Wachstumsstrategie zu finanzieren, besorgt sich die HypoVereinsbank Kapital, indem sie im Juli 2003 den Börsengang der Bank Austria Creditanstalt stemmt. Nach Abschluss der Transaktion hält die HypoVereinsbank statt 100 % noch 77,50 % der Aktien der Bank Austria Creditanstalt.
Zudem wird 2004 eine Kapitalerhöhung beschlossen.

Stefan Zapotocky, Mitglied des Vorstandes der Wiener Börse, begrüßt Karl Samstag, Vorstand der BA-CA, an der Wiener Börse.

Neue Organisation der Immobiliengeschäfte

Die Bank trennt sich von einem historisch gewachsenen Kernbereich: dem gewerblichen Immobiliengeschäft im In- und Ausland. Aus der HVB Real Estate Bank AG wird die Hypo Real Estate Group (HRE). Sie wird am 29. September 2003 ins Handelsregister München eingetragen. Die Aktien der HRE sind ab dem 2. Oktober 2003 zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse und an der Wiener Börse zugelassen. Nach der Abspaltung operiert die Hypo Real Estate Group unabhängig und gehört nicht mehr zum HypoVereinsbank-Konzern.

Die Baufinanzierung mit Privatkunden bleibt Kerngeschäft der HypoVereinsbank.
Das verbliebene Immobilienportfolio sichert die HypoVereinsbank durch eine Sonderwertberichtigung von 2,5 Mrd. Euro ab.

Die HypoVereinsbank bietet als erster Finanzdienstleister einen Produktkatalog an.

Die HypoVereinsbank ist exklusiver Finanzpartner des FC Bayern

Am 1. Juli 2003 geht die HypoVereinsbank mit dem FC Bayern München eine strategische Partnerschaft ein. Sie ist die neue Hausbank des Vereins und entwickelt zusammen mit dem FC Bayern innovative Bankprodukte. Der erste gemeinsame Erfolg ist die Einführung der FC Bayern SparKarte. Am 21. Februar 2004 wird die FC Bayern MasterCard eingeführt.

Die FC Bayern SparKarte der HypoVereinsbank zeigt Michael Ballack mit der Meisterschaftsschale 2002/2003.

Die Bank geht neue Wege in Norddeutschland

Seit 1955 ist die Bayerische Vereinsbank (BV) über die Vereinsbank in Hamburg in Norddeutschland präsent. Die BV erwirbt 1990 eine Kapitalmehrheit an der Hamburger Vereins- und Westbank (VuW).
2004 beschließen die Partner, ihre Interessen zu bündeln und die VuW in das bestehende Geschäftsmodell der HypoVereinsbank vollständig zu integrieren.
Am 16. Januar 2004 findet der Kick-off zum Projekt „Integration der Vereins- und Westbank AG (VuW)“ statt. Die HypoVereinsbank bereitet die Verschmelzung mit der Vereins- und Westbank in Hamburg anhand des Squeeze-Out Verfahrens – wie in einer außerordentlichen Hauptversammlung der VuW am 24. Juni 2004 beschlossen – vor. Im Oktober 2004 erwirbt die HypoVereinsbank hierzu die restlichen Aktien der Vereins- und Westbank. Am 14. Januar 2005 erfolgt der Eintrag in das Handelsregister. Der Zusammenschluss bestätigt die Neuausrichtung des Geschäftsfeldes Deutschland. Hamburg bleibt ein wichtiger Standort der HypoVereinsbank, sondern behält auch zentrale Kompetenzen wie das Leasinggeschäft und die Finanzierung im Schifffahrtsbereich.

Die HypoVereinsbank in Hamburg hat einen guten Ruf im Bereich Schifffahrtsfinanzierung und profitiert vom Wachstum in den Bereichen Containerschiffe, chinesische Wirtschaft und Weltseehandel.