2005

Die HypoVereinsbank wird Mitglied der UniCredit Group – Die erste wahre europäische Bank entsteht.

Im Frühjahr 2005 verhandelt die Hypovereinsbank mit der UniCredit über ihre Zusammenführung der beiden Banken. Sie läutet damit ein neuen Kapitel in der Geschichte der Bank ein.

Zusammenschluss der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG mit der UniCredit Group

Am 12. Juni 2005 veröffentlicht die Presseabteilung folgende Information: „UniCredit und HypoVereinsbank bündeln ihre Kräfte und werden die erste wahre europäische Bank.“

Einen Monat später richtet sich Alessandro Profumo, CEO der UniCredit, persönlich an die Mitarbeiter der HypoVereinsbank. Er skizziert bei einer Veranstaltung in München, was der Zusammenschluss für ihn bedeutet und welche Perspektiven er für den Konzern und die Mitarbeiter sieht.
Die UniCredit bietet den Aktionären der HypoVereinsbank an, ihre Aktien im Verhältnis 5:1 zu tauschen. Für eine HypoVereinsbank-Aktie gibt es fünf UniCredit-Aktien.

Auf diesem Weg erwirbt die UniCredit bis zum 28. Oktober 2005 (Day One) 88,14 % des Aktienkapitals der HypoVereinsbank. Kurz zuvor billigte die EU-Kommission den Zusammenschluss von UniCredit und HypoVereinsbank.

Am 18. November 2005 wird der Zusammenschluss rechtlich vollzogen. Zu diesem Zeitpunkt besitzt die UniCredit 93.93 % des Aktienkapitals der HypoVereinsbank, zudem 17,46 % am Grundkapital der Bank Austria. Die HypoVereinsbank hält einen Anteil von 77,5 % an der Bank Austria. Damit ist die HypoVereinsbank mit all ihren Töchtern ein Unternehmen der UniCredit Group.

Am 19. Dezember 2005 steigt die Aktie der HypoVereinsbank aus dem DAX aus und wird im MDAX notiert.

Das Deutschlandgeschäft ist eine wichtige Stütze des neuen europäischen Finanzkonzernes. München wird zum Hauptsitz des Firmenkunden- und Investment Banking-Bereiches der gesamten Bankengruppe.

Die Konzernzugehörigkeit drückt sich auch im neuen Logozusatz „Member of UniCredit Group“ aus.

Umzug in die Zentrale

Nach sieben Jahren Bauzeit ziehen der Vorstand, einige Stabsabteilungen und Wealth Management im April 2005 in die Konzernzentrale in der Münchner Kardinal-Faulhaber-Straße 1.

Zum Einzug übergibt Dieter Koppe, Leiter der HVB Immobilien AG, einen Türgriff an Dieter Rampl, Sprecher des Vorstandes der HypoVereinsbank.

Eine europäische Bank entsteht

Mit der Integration der Vereins- und Westbank AG bekommt die HypoVereinsbank auch Standorte im Baltikum: Riga, Vilnius und Tallinn.
In den Urlaubsmonaten August/September 2005 können HypoVereinsbank-Kunden erstmals die ca. 3.300 Geldautomaten der UniCredit in Italien kostenlos nutzen.