Von der HVB zur UniCredit
1999 bis 2002
Von der Regionalbank zur „Bank der Regionen“ –
Die HypoVereinsbank baut ihr Privat- und Firmenkundengeschäft in
den Regionen Mittel- und Osteuropa weiter aus.
Wachstum in Mittel- und
Osteuropa
Der polnische Schatzminister Emil Wasccz, die Präsidentin der BPH Henryka Pieronkiewicz und Dr. Albrecht Schmidt unterzeichnen den Kaufvertrag zwischen der Bank Przemyslowo-Handlowy S. A. (BPH) und der HypoVereinsbank.
Die Bank erwarb für rund 1 Mrd. DM bereits im Jahr 1998 einen Anteil von 37 % an der BPH. 1999 wird der Anteil auf 86,1 % aufgestockt.
Das Vertriebsnetz in Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei umfasst im Jahr 1999 bereits 260 Geschäftsstellen.
Die HypoVereinsbank ist Ende 2002 mit 733 Filialen eine der großen Banken in Mittel- und Osteuropa. Sie ist vertreten in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn und Jugoslawien.
Expansion in Österreich
Am 22. Juli 2000 wird die Integration der Bank Austria in die HypoVereinsbank bekannt gegeben. Nachdem die EU-Kommission dem Zusammenschluss am 15. November 2000 zugestimmt hat, erhöht die HypoVereinsbank ihr Grundkapital und übernimmt 100% der Aktien der Bank Austria AG. Am 7. Dezember 2000 wird die Fusion mit der Eintragung in das österreichische Handelsregister rechtswirksam. Die Bank-Austria-Aktien werden 1:1 gegen HypoVereinsbank-Aktien getauscht. Am 2. Februar 2001 ist der erste Handelstag der HypoVereinsbank-Aktien an der Wiener Börse.
Dr. Albrecht Schmidt (links) begrüßt Gerhard Randa von der Bank Austria im Vorstand der HypoVereinsbank.
Der Bank Austria obliegt innerhalb der Bankengruppe die Verantwortung für die CEE-Länder. Sie expandiert dort im Auftrag der HypoVereinsbank und kauft z. B. am 7. Oktober 2002 die bulgarische Bank CB Biochim. Anschließend fusionieren am 27. Dezember 2002 die HVB Bank Bulgaria und der Bank CB Biochim zur regionalen Marke Bank Biochim.
Ende 2000 sind erstmals in der Geschichte der HypoVereinsbank mehr als die Hälfte der Mitarbeiter im Ausland tätig. Aus einer bayerischen Regionalbank ist längst ein internationaler Finanzdienstleister geworden.
Der Euro wird ab 1. Januar 1999 Buchgeld u. a. für Aktien, Renten, Optionsscheine und Investmentfonds. Ab 1. Januar 2002 ist dann der Euro das alleinige Zahlungsmittel. Die HypoVereinsbank hat alle Systeme erfolgreich umgestellt.
Neue Möglichkeiten durch
das Internet
Kunden können von der Immobiliensuche bis hin zur Finanzierung alles online erledigen. Ab 2002 gibt es z. B. den HVB Sofortkredit. Kunden können sich über das Internet einen Kredit von 1.500 EUR bis 50.000 EUR berechnen lassen und online beantragen. Im Jahr 2000 hat die HypoVereinsbank über 500.000 Online-Konten und eine der modernsten IT-Plattformen Europas. Seit Oktober 2000 ist das „Surfen“ erlaubt. Die HypoVereinsbank schaltet alle Mitarbeiter für das Internet frei.
Werbung fürs Online-Banking
Entwicklung in Deutschland
Ein Jahr nach der Fusion zur HypoVereinsbank werden 139 Filialstandorte der ehemaligen Bayerischen Vereinsbank und der Hypo-Bank zusammengelegt. 2001 schließt die Bank 183 deutsche Geschäftsstellen.
Das Firmenkundengeschäft wird neu positioniert. Kernproduktfelder sind nun: Außenhandelsfinanzierung, Corporate Finance, Projekt Finance, Asset Finance sowie Unternehmensnachfolge. Die HypoVereinsbank gilt als die Bank für den deutschen Mittelstand.
Zum 1. Januar 2002 wird die staatlich geförderte betriebliche oder private Altersvorsorge (die sog. Riesterrente) in Deutschland eingeführt. Das HVB VorsorgeKonzept zeigt individuelle Möglichkeiten der Vorsorge in Zusammenarbeit mit der ERGO Gruppe auf.
Fusion der Hypothekenbanken
Am 3. September 2001 startet die HVB Real Estate Bank AG. Zuvor verschmolzen die Nürnberger Hypothekenbank AG und die Süddeutsche Bodencredit AG auf die Bayerische Handelsbank AG. Die Bayerische Handelsbank AG wird dann zur HVB Real Estate Bank AG umfirmiert. Die HypoVereinsbank hält im November 2002 eine 96,91 Prozent Beteiligung an der HVB Real Estate Bank AG.